Biergulasch mit Brötchen
- Alexandra Seidel
- vor 7 Stunden
- 3 Min. Lesezeit

Dieses Biergulasch ist ein unkompliziertes Ofengericht, das mit wenig Vorbereitung auskommt und dennoch viel Geschmack mitbringt. Das Bier sorgt für eine kräftige, leicht herbe Sauce, die dem Gulasch Tiefe gibt, ohne dominant zu sein.
Durch das langsame Garen wird das Fleisch besonders zart und nimmt die Aromen gut auf.
Ein besonderes Element dieses Rezepts sind die Aufbackbrötchen: Sie werden direkt auf das fertige Gulasch gelegt und anschließend etwa 15 Minuten mit gebacken.
In dieser Zeit saugen sie einen Teil der Sauce auf, während sie an der Oberfläche goldbraun und knusprig werden. So entsteht eine einfache, aber stimmige Kombination aus saftigem Gulasch und knusprigem Brot , ganz ohne zusätzliche Beilagen.
Das Gericht eignet sich gut für gemütliche Wochenenden, wenn man etwas Herzhaftes auf den Tisch bringen möchte, ohne lange in der Küche zu stehen. Gleichzeitig ist es praktisch, da alles in einer Form zubereitet wird und sich das Biergulasch auch gut vorbereiten lässt. Ideal also für Familienessen oder wenn Gäste kommen und man stressfrei kochen möchte.

Tipps für das perfekte Bier zum Kochen
Trinkbares Bier wählen: Verwende nur Bier, das du auch trinken würdest. Minderwertiges oder stark abgestandenes Bier überträgt seinen Geschmack direkt ins Gericht.
Nicht zu bitter: Sehr stark gehopfte Biere können beim Kochen unangenehm bitter werden. Für Gulasch eignen sich milde bis ausgewogene Biere besser.
Dunkles oder bernsteinfarbenes Bier bevorzugen: Dunkles Lager, Märzen oder Bockbier bringen malzige, leicht karamellige Noten mit, die gut zu Fleisch und kräftigen Saucen passen.
Alkohol einkochen lassen: Das Bier sollte ausreichend lange mit gekocht werden, damit der Alkohol verdampfen kann und nur das Aroma zurückbleibt. Rohes Bier schmeckt oft scharf.
Keine süßen Spezialbiere: Stark gesüßte oder aromatisierte Biere (z. B. mit Honig, Früchten oder Vanille) verfälschen den klassischen Gulaschgeschmack.
Menge bewusst dosieren: Bier sollte ergänzen, nicht dominieren. Lieber einen Teil der Flüssigkeit durch Brühe ersetzen und abschmecken.

Zutaten für 4 Personen
1 kg Schweinegulasch
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Butterschmalz zum Anbraten
Salz und Pfeffer
Paprikagewürz (edelsüß oder rosenscharf nach Geschmack)
1–2 EL Tomatenmark
500 ml Bier ( oder Brühe, anstatt Bier)
500 ml Brühe
2 Dosen Sonntagsbrötchen (Aufbackbrötchen)
1 Eigelb (zum Einpinseln)
250 g grüne Bohnen (frisch oder tiefgekühlt)
Zubereitung
Zwiebel schälen und fein würfeln, Knoblauch schälen und hacken.
Butterschmalz in einer großen Pfanne oder einem Schmortopf erhitzen.
Schweinegulasch portionsweise kräftig anbraten, salzen und pfeffern.
Zwiebel und Knoblauch zugeben und kurz mit braten.
Mit Bier ablöschen und bei mittlerer Hitze einkochen lassen.
Brühe angießen, Hitze reduzieren.
Gulasch zugedeckt ca. 1,5 Stunden schmoren, gelegentlich umrühren.
Wenn das Bier fast eingekocht ist (kurz vor Ende der Schmorzeit):
Tomatenmark einrühren.
Paprikagewürz zugeben.
Bohnen ca. 10–15 Minuten vor Ende der Garzeit unterheben.
Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Gulasch ggf. in eine ofenfeste Form füllen.
Aufbackbrötchen auf das Gulasch legen.
Eigelb verquirlen, Brötchen damit einpinseln.
Im Ofen ca. 15 Minuten backen, bis die Brötchen goldbraun sind.
Sofort servieren.
Hinweis zu den Aufbackbrötchen
Die Aufbackbrötchen saugen beim Backen auf dem Gulasch einen Teil der Soße auf und werden dadurch am Boden sehr weich. Das ist gewollt und ergibt eine saftige, weiche Konsistenz, kann aber als etwas „latschig“ empfunden werden. Wer das nicht mag, kann die Brötchen vorab 5–8 Minuten vorbacken, sie anschließend auf das Gulasch legen und dann nur noch ca. 10 Minuten mit backen. So bleiben sie insgesamt stabiler und knuspriger.


Alternativen & Tipps
Fleischvariante: Statt Schweinegulasch kann auch Rindergulasch verwendet werden. In diesem Fall verlängert sich die Schmorzeit auf etwa 2–2,5 Stunden.
Alkoholfrei kochen: Das Bier kann vollständig durch Malzbier oder zusätzliche Brühe ersetzt werden. Der Geschmack wird milder und weniger herb.
Gemüse anpassen: Neben Bohnen passen auch Paprika oder Karotten gut ins Gulasch. Diese sollten ebenfalls erst gegen Ende der Garzeit zugegeben werden.
Konsistenz der Soße: Wird die Soße zu dünn, kann das Gulasch kurz offen eingekocht werden. Ist sie zu dick, einfach etwas Brühe ergänzen.
Würzung: Paprikagewürz erst später zugeben, damit es nicht bitter wird. Abschmecken erst ganz zum Schluss.

Fazit
Dieses Biergulasch mit Aufbackbrötchen ist ein unkompliziertes, herzhaftes Gericht, das sich gut vorbereiten lässt und ohne zusätzliche Beilagen auskommt. Durch das Schmoren auf dem Herd entwickelt das Gulasch viel Geschmack, während die Brötchen im Ofen für eine rustikale, sättigende Komponente sorgen. Ideal für gemütliche Tage, Familienessen oder wenn mehrere Personen ohne großen Aufwand mit einem warmen Gericht versorgt werden sollen.




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