Selbstgemachte Hühnersuppe
- Alexandra Seidel
- vor 5 Tagen
- 3 Min. Lesezeit

In der kalten Jahreszeit gibt es für mich kaum etwas, das so tröstlich ist wie eine selbstgemachte Hühnersuppe. Wenn es draußen grau und kalt ist, erinnert mich ihr Duft sofort an meine Kindheit. Damals wurde ein ganzes Hühnchen langsam ausgekocht, zusammen mit einfachem Gemüse, und die Suppe stand stundenlang auf dem Herd.
Besonders schätze ich daran, dass eine selbstgemachte Hühnersuppe ganz ohne künstliche Zusatzstoffe auskommt. Keine Geschmacksverstärker, keine Aromen, keine Konservierungsstoffe – nur natürliche Zutaten, die man selbst auswählt. Genau das macht für mich den Unterschied.
Vorteile einer selbstgemachten Hühnersuppe:
Volle Kontrolle über die Zutaten: Man weiß genau, was drin ist – Fleisch, Gemüse, Gewürze und sonst nichts.
Keine künstlichen Zusätze: Im Gegensatz zu vielen Fertigprodukten kommt sie ohne Geschmacksverstärker, Farbstoffe oder Konservierungsstoffe aus.
Schonende Zubereitung: Durch langsames Kochen lösen sich Aromen und Nährstoffe aus Fleisch und Gemüse, ohne stark verarbeitet zu werden.
Leicht bekömmlich: Eine klare Hühnersuppe ist einfach zusammengesetzt und wird von vielen Menschen gut vertragen.
Individuell anpassbar: Salzmenge, Gemüseauswahl und Würzung lassen sich nach eigenem Geschmack und Bedarf steuern.
Gesundheitliche Vorteile einer selbstgemachten Hühnersuppe:
Unterstützt die Flüssigkeitsaufnahme: Die Brühe liefert Flüssigkeit und Elektrolyte, was besonders bei Erkältungen, Fieber oder Appetitlosigkeit sinnvoll sein kann.
Leicht bekömmlich: Durch das Kochen sind Fleisch und Gemüse gut verdaulich und belasten den Magen-Darm-Trakt in der Regel wenig.
Liefert Eiweiß: Hühnerfleisch ist eine gut verfügbare Proteinquelle, die zum Erhalt von Muskelmasse und zur allgemeinen Versorgung beiträgt.
Enthält Mineralstoffe: Beim langen Kochen gehen Mineralstoffe aus Gemüse und Knochen in die Brühe über (z. B. Kalium, Phosphor), wenn auch in moderaten Mengen.
Kann das Wohlbefinden steigern: Warme Speisen werden häufig als angenehm empfunden und können subjektiv zur Entspannung beitragen.
Keine künstlichen Zusatzstoffe: Selbstgemacht bedeutet Verzicht auf Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und künstliche Aromen, was für empfindliche Personen vorteilhaft sein kann.
Wichtig: Hühnersuppe ist kein Heilmittel, kann aber im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung eine wohltuende und nährende Mahlzeit sein – besonders in der kalten Jahreszeit oder bei Krankheit.

Zutaten
1 Suppenhuhn oder 1–1,5 kg Hühnerkeulen mit Knochen
2 EL Butter oder Öl
2 große Zwiebeln
3–4 Karotten
ca. 200–300 g Knollensellerie
2 Kartoffeln
2 Knoblauchzehen
2 Lorbeerblätter
6–8 Pfefferkörner
Salz
optional: Petersilienwurzel oder ein kleines Stück Ingwer
Zubereitung
Zwiebeln grob würfeln.
Fett in einem großen Topf erhitzen.
Zwiebeln kräftig anschwitzen, bis sie leicht bräunen.
Karotten, Sellerie und Kartoffeln grob schneiden.
Knoblauch kurz mit anschwitzen.
Huhn zugeben und von allen Seiten anziehen.
Mit kaltem Wasser aufgießen, bis alles gut bedeckt ist.
Lorbeerblätter, Pfefferkörner und Salz zugeben.
Suppe aufkochen lassen.
Hitze stark reduzieren.
Mindestens 2,5–3 Stunden sanft köcheln lassen.
Wichtig: nicht sprudelnd kochen.
Nach dem Kochen
Huhn aus dem Topf nehmen.
Fleisch von den Knochen lösen und grob zerzupfen.
Knochen entsorgen.
Fleisch zurück in den Topf geben.
1–2 Kellen Suppe mit Gemüse pürieren.
Zurück in den Topf geben.
Weitere 10–15 Minuten sanft ziehen lassen.
Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken.

Alternativen
Statt Suppenhuhn können ausschließlich Hühnerkeulen oder Hähnchenschenkel verwendet werden.
Gemüse je nach Saison variierbar (z. B. Lauch, Pastinake, Fenchel).
Petersilienwurzel durch Pastinake ersetzbar.
Ingwer optional für eine leicht würzige Note.
Butter durch neutrales Pflanzenöl ersetzbar.
Für eine klare Brühe das Pürieren weglassen.
Für mehr Einlage zusätzlich Suppennudeln oder Reis separat kochen.
Tipps
Je länger die Suppe sanft köchelt, desto aromatischer wird sie.
Nicht sprudelnd kochen, damit die Brühe klar bleibt.
Schaum, der sich zu Beginn bildet, bei Bedarf abschöpfen.
Erst zum Schluss fein abschmecken, da sich der Geschmack beim Kochen intensiviert.
Die Suppe eignet sich gut zum Einfrieren.
Am nächsten Tag schmeckt sie oft noch intensiver.
Salz eher sparsam verwenden, besonders wenn die Suppe weiterverarbeitet wird.
Fazit
Selbstgemachte Hühnersuppe ist einfach, ehrlich und vielseitig.
Sie kommt ohne künstliche Zusatzstoffe aus.
Zutaten und Würzung lassen sich individuell anpassen.
Ideal für kalte Tage, bei Krankheit oder wenn man etwas Leichtes essen möchte.
Ein klassisches Grundrezept, das sich immer wieder neu variieren lässt.





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