Berglinsen-Curry aus dem Vorrat
- Alexandra Seidel
- vor 18 Stunden
- 3 Min. Lesezeit

Mit diesem Berglinsen-Curry geht meine Aufbrauch-Challenge in die dritte Runde und diesmal stehen trockene Vorräte im Mittelpunkt. Linsen wirken beim Einkauf oft harmlos: eine kleine Packung, schnell in den Korb gelegt. In der Praxis steckt darin aber erstaunlich viel. Je nach Haushaltsgröße lassen sich daraus problemlos vier bis fünf Mahlzeiten kochen. Gerade in einem kleinen Haushalt.
Wir sind meist zu zweit oder zu dritt, da reicht so eine Packung gefühlt ewig, wenn man sie nicht gezielt einplant.
Genau deshalb eignet sich dieses Curry perfekt für die Vorratsküche. Es kommt mit sehr wenigen Zutaten aus, von denen die meisten ohnehin fast immer im Haus sind: Zwiebeln, Knoblauch, passierte Tomaten und Kokosmilch. Dazu kommen ein paar typische Currygewürze , mehr braucht es nicht, um ein rundes, sättigendes Gericht auf den Tisch zu bringen. Dieses Rezept zeigt, wie ergiebig und alltagstauglich Linsen wirklich sind und warum sie in keiner Speisekammer fehlen sollten.
Dieses Berglinsen-Curry lässt sich ganz flexibel servieren. Man kann es problemlos pur essen, da die Linsen bereits gut sättigen. Ich habe mich hier bewusst für Reis als Beilage entschieden, weil davon ebenfalls noch reichlich Vorrat vorhanden ist und Reis für mich einfach eine verlässliche, langanhaltende Sättigungsquelle ist.
Genauso gut eignet sich das Curry aber auch als Füllung, zum Beispiel für Wraps oder gefülltes Fladenbrot. Klassisch funktioniert es außerdem mit Naanbrot oder ganz unkompliziert mit einer Semmel, um das Curry aufzutunken. Dadurch bleibt das Gericht nicht nur vorratsfreundlich, sondern auch vielseitig einsetzbar, je nachdem, was gerade da ist oder worauf man Lust hat.

Zutaten (für ca. 3–4 Portionen)
200 g Berglinsen (roh)
1 Dose gehackte Tomaten
1 Dose Kokosmilch oder ca. 400–500 ml Gemüsebrühe
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1–2 TL Currypulver oder Currypaste
1 TL Paprikapulver
Optional aus dem Vorrat:
Kreuzkümmel
Curry
Kurkuma
Ingwerpulver oder frischer Ingwer
Garam Masala
Chili oder Chiliflocken
Salz & Pfeffer
Zum Servieren (optional):
Reis oder Fladenbrot
Petersilie oder Koriander (je nach Vorrat)
Zubereitung
Berglinsen nach Packung in Salzwasser ca. 25–30 Minuten weich kochen, abgießen.
Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in etwas Öl glasig anbraten.
Gewürze kurz mit rösten.
Dosentomaten und Kokosmilch oder Brühe zugeben und kurz aufkochen lassen.
Gekochte Berglinsen unterrühren und ca. 10 Minuten sanft köcheln lassen.
Mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken.
Mit Reis oder Fladenbrot servieren.
Alternativen & Variationen
Das Berglinsen-Curry ist sehr dankbar, was Anpassungen betrifft. Statt Berglinsen können auch braune Linsen, Belugalinsen oder grüne Linsen verwendet werden. Wichtig ist lediglich, die Garzeit im Blick zu behalten, da nicht jede Linsensorte gleich schnell weich wird. Rote Linsen eignen sich nur bedingt, da sie stärker zerfallen und das Curry deutlich sämiger machen.
Bei der Flüssigkeit kann die Kokosmilch teilweise oder ganz durch Hafer, oder Sojacuisine ersetzt werden, wenn es etwas leichter sein soll. Die passierten Tomaten lassen sich auch durch stückige Tomaten aus der Dose ersetzen.
Wer Gemüse ergänzen möchte, kann auf Karotten, Süßkartoffeln, Blumenkohl, Spinat oder TK-Erbsen zurückgreifen – idealerweise solche Zutaten, die ebenfalls aus dem Vorrat stammen oder ohnehin angebrochen sind.

Tipps für die Vorratsküche
Linsen vor dem Kochen gründlich waschen, aber nicht einweichen. Berglinsen brauchen das nicht.
Currygewürze lieber sparsam starten und nachwürzen, da sie beim Köcheln intensiver werden.
Das Curry schmeckt am nächsten Tag oft noch besser und eignet sich sehr gut zum Vorkochen.
Reste lassen sich problemlos einfrieren oder am Folgetag anders servieren (z. B. als Füllung).
Fazit
Dieses Berglinsen-Curry zeigt sehr deutlich, wie ergiebig trockene Vorräte sein können. Mit wenigen, haltbaren Zutaten entsteht ein sättigendes, vielseitiges Gericht, das sich flexibel kombinieren lässt, mit Reis, Brot oder ganz pur. Als drittes Rezept der Aufbrauch-Challenge steht es exemplarisch für eine alltagstaugliche Vorratsküche: unkompliziert, planbar und deutlich unterschätzt.




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