Asia Hackpfanne mit Spitzkohl, Paprika und Glasnudeln
- Alexandra Seidel
- vor 14 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

Gutes Essen muss nicht immer geplant sein, manchmal entsteht es genau dann, wenn man den Vorratsschrank ehrlich durchgeht. Diese Asia-Hackpfanne mit Spitzkohl, Paprika und Glasnudeln ist das erste Rezept meiner Aufbrauch-Challenge.
Ziel ist es, möglichst viele vorhandene Lebensmittel sinnvoll zu verbrauchen, ohne dabei kulinarische Kompromisse einzugehen. Denn klar ist auch: Aus Ketchup und Senf allein wird kein gutes Gericht.
Der Startschuss fällt mit dieser schnellen Hackfleischpfanne, weil noch ein halber Spitzkohl im Kühlschrank lag, ein Glas Wok-Gemüse kurz vor dem Ablaufdatum stand und Basics wie Zwiebeln und Sojasauce ohnehin immer im Haus sind.
Beim Durchsehen meiner Speisekammer sind mir dann noch Glasnudeln in die Hände gefallen – die perfekte Ergänzung. So ist spontan ein unkompliziertes, herzhaftes und überraschend rundes Gericht entstanden, das zeigt, wie lecker Resteverwertung sein kann.

Zutaten (für ca. 4 Portionen)
400 g gemischtes Hackfleisch
½ Spitzkohl, feine Streifen
½ rote Paprika, in Streifen
½ grüne Paprika, in Streifen
1 Zwiebel, in Würfel
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Glas Wok-Gemüse (abgetropft)
2 Karotten, in feine Streifen
1 Packung Glasnudeln
Sojasauce nach Geschmack (ca. 2–4 EL)
Salz & Pfeffer
Chili & Chiliflocken nach Geschmack
Zum Garnieren:
Sesam
Frische Petersilie, gehackt
Zubereitung:
Glasnudeln nach Packung in heißem Wasser einweichen, abtropfen lassen.
Hackfleisch in einer großen Pfanne oder im Wok kräftig anbraten, bis es gut Farbe bekommt.
Zwiebel und Knoblauch zugeben und kurz mit braten.
Spitzkohl, Paprika und Karotten hinzufügen und einige Minuten zusammenfallen lassen.
Wok-Gemüse unterheben und alles gut durchschwenken.
Mit Sojasauce, Salz, Pfeffer und Chili würzen.
Alles gut vermengen, abschmecken und kurz ziehen lassen.
Mit Sesam und frischer Petersilie bestreuen und mit den Glasnudeln servieren.
Alternativen & Anpassungen
Das Rezept lässt sich sehr flexibel anpassen, je nachdem, was der Kühlschrank hergibt oder was gezielt eingekauft wird. Statt Hackfleisch funktionieren auch Hähnchenstreifen, Tofu, Sojagranulat oder Pilze sehr gut. Beim Gemüse kann Spitzkohl problemlos durch Weißkohl, Chinakohl, Pak Choi oder Brokkoli ersetzt werden. Paprika lässt sich austauschen oder ergänzen durch Karotten, Zucchini, TK-Erbsen oder frische Bohnen.
Die Glasnudeln können durch Mie-Nudeln, Udon, Reisnudeln oder auch vorgekochten Reis ersetzt werden. Wer es low carb halten möchte, lässt die Nudeln ganz weg oder greift zu Konjaknudeln. Bei den Würzkomponenten sind neben Sojasauce auch Teriyaki, Hoisin, Oyster Sauce oder ein Schuss Sesamöl möglich, hier entscheidet letztlich der eigene Vorrat und Geschmack.

Praktische Tipps für die Aufbrauch-Küche
Lebensmittel mit kurzem Mindesthaltbarkeitsdatum zuerst einplanen – besonders Gläser, Saucen und TK-Gemüse.
Wok- oder Asia-Gerichte eignen sich ideal zur Resteverwertung, da sie geschmacklich sehr tolerant sind.
Gewürze, Pasten und Saucen gezielt kombinieren, statt neue Zutaten zu kaufen.
Wenn doch eingekauft wird: lieber eine fehlende Zutat sinnvoll ersetzen, statt mehrere neue Produkte anzufangen.
Fazit
Diese Asia-Hackpfanne zeigt sehr gut, worum es bei der Aufbrauch-Challenge geht: vorhandene Zutaten sinnvoll zu kombinieren, ohne dass das Ergebnis nach „Resteküche“ schmeckt. Das Gericht ist schnell gemacht, flexibel anpassbar und eignet sich sowohl für spontane Vorratslösungen als auch für geplante Einkäufe. Ein unkomplizierter Einstieg in bewusstes Kochen mit dem, was bereits da ist – und ein guter Beweis dafür, dass Aufbrauchen nicht Verzicht bedeutet, sondern oft genau das Gegenteil.
