Karottensalat
- Alexandra Seidel
- vor 13 Minuten
- 4 Min. Lesezeit

Karottensalat zum Durchziehen – perfekt als Beilage & Meal Prep für den Alltag
Manchmal sind es genau die einfachen Rezepte, die im Alltag den größten Unterschied machen. Gerade unter der Woche, wenn zwischen Arbeit, Terminen und Alltag wenig Zeit bleibt, sind Gerichte gefragt, die unkompliziert sind, sich gut vorbereiten lassen und auch am nächsten Tag noch richtig gut schmecken. Genau in diese Kategorie fällt dieser Karottensalat.
Ich habe das Rezept ursprünglich aus einem ganz praktischen Grund entwickelt: Es lagen wieder einmal Karotten im Kühlschrank, die dringend verarbeitet werden wollten. Zu schade zum Wegwerfen und gleichzeitig die perfekte Gelegenheit, daraus etwas zu machen, das nicht nur als schnelle Beilage funktioniert, sondern auch ideal zum Mitnehmen ist.
Denn Karottensalat hat einen großen Vorteil: Er darf und soll sogar ein bisschen durchziehen. Dadurch verbinden sich die Aromen besonders gut, und am nächsten Tag schmeckt er oft sogar noch besser als frisch zubereitet.
Für mich ist dieser Salat deshalb ein echter Klassiker fürs Meal Prep. Ich nehme ihn unglaublich gern mit in die Arbeit, weil er sich problemlos vorbereiten lässt, im Kühlschrank mehrere Tage hält und sich leicht transportieren lässt. Egal ob als Beilage zu warmen Gerichten, als leichter Lunch im Büro oder als schneller Snack zwischendurch – dieser Karottensalat passt einfach immer.
Gerade wenn man Karotten übrig hat, ist dieses Rezept ideal, um sie sinnvoll zu verwerten, bevor sie schlecht werden. Statt sie langsam im Gemüsefach zu vergessen, verwandelt man sie in einen frischen, knackigen Salat, der nicht nur praktisch ist, sondern auch geschmacklich überzeugt. Durch das Marinieren werden die Karotten etwas weicher, bleiben aber trotzdem bissfest – genau die richtige Mischung.
Ich liebe solche Rezepte, die ohne viel Aufwand funktionieren und trotzdem das Gefühl geben, gut vorbereitet zu sein. Einmal gemacht, hat man direkt für mehrere Mahlzeiten etwas Fertiges im Kühlschrank. Genau das macht diesen Karottensalat für mich zu einem festen Bestandteil meiner Wochenplanung.

Warum Karotten so gesund sind – und wie dein Körper das Beta-Carotin richtig aufnimmt
Karotten sind nicht nur vielseitig und günstig, sondern auch echte Nährstoffpakete. Besonders bekannt sind sie für ihren hohen Gehalt an Beta-Carotin. Dabei handelt es sich um eine Vorstufe von Vitamin A, die der Körper nach Bedarf in Vitamin A umwandelt. Vitamin A ist unter anderem wichtig für:
die normale Sehkraft
ein gesundes Immunsystem
gesunde Haut und Schleimhäute
den Zellschutz
Damit der Körper das Beta-Carotin aus Karotten optimal aufnehmen kann, spielt die Zubereitung eine entscheidende Rolle. Beta-Carotin ist fettlöslich. Das bedeutet: Ohne etwas Fett kann der Körper diesen wichtigen Pflanzenstoff nur eingeschränkt verwerten.
Darauf solltest du achten:
Immer etwas Fett dazu essen: Ein wenig Öl im Dressing, etwas Nussmus, Avocado oder andere Fettquellen helfen dabei, das Beta-Carotin besser aufzunehmen.
Zerkleinern oder hobeln: Fein geschnittene oder gehobelte Karotten (wie in diesem Salat) sind für den Körper leichter verwertbar als große, rohe Stücke.
Schonendes Garen kann helfen: Auch leicht gegarte Karotten machen das Beta-Carotin für den Körper besser verfügbar – roh funktioniert aber ebenfalls gut, wenn Fett dabei ist.
In diesem Karottensalat ist genau das berücksichtigt: Durch das Öl im Dressing kann dein Körper das Beta-Carotin deutlich besser aufnehmen, und durch die dünnen Scheiben werden die Karotten besonders gut verwertbar. So ist der Salat nicht nur lecker, sondern auch ernährungsphysiologisch sinnvoll zusammengestellt.

Zutaten (für 1 Person)
3 große Karotten
1–2 Stangen Frühlingszwiebeln
3 EL Apfelessig
1–2 EL Öl (je nach Geschmack)
2 EL Sojasauce
Sesam (hell & schwarz) zum Garnieren
Hinweis: Salz und Pfeffer sind durch die Sojasauce nicht notwendig.
Zubereitung
Karotten schälen und mit einem Sparschäler in dünne Scheiben hobeln.
Karotten in eine große Schüssel geben.
Für das Dressing Apfelessig, Öl und Sojasauce gut miteinander vermengen.
Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden.
Die Hälfte der Frühlingszwiebeln zu den Karotten geben.
Dressing über den Salat gießen und alles gut vermengen.
Den Salat mindestens 1–2 Stunden durchziehen lassen, damit die Karotten schön weich werden und die Aromen sich verbinden.
Vor dem Servieren mit hellem und schwarzem Sesam bestreuen.
Restliche Frühlingszwiebeln darüber geben und genießen.

Alternativen & Variationen
Dieser Karottensalat lässt sich ganz einfach anpassen – je nachdem, was du gerade zu Hause hast oder worauf du Lust hast:
Mit Apfel: Fein geriebener oder in feine Stifte geschnittener Apfel bringt eine frische, leicht süße Note.
Mit Orange oder Zitrone: Etwas frisch gepresster Orangensaft oder Zitronensaft im Dressing sorgt für mehr Frische.
Mit Knoblauch oder Ingwer: Ein Hauch fein geriebener Ingwer oder etwas Knoblauch gibt dem Salat mehr Tiefe.
Mit Nüssen oder Kernen: Geröstete Erdnüsse, Cashews, Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne sorgen für extra Crunch.
Mit Honig oder Ahornsirup: Wer es etwas milder mag, kann das Dressing mit einem Teelöffel Honig oder Ahornsirup abrunden.
Mit Sesamöl: Ein Teil des Öls kann durch Sesamöl ersetzt werden für ein intensiveres, asiatisch angehauchtes Aroma.
Tipps für Meal Prep & Aufbewahrung
Der Karottensalat schmeckt am besten, wenn er mindestens 1–2 Stunden durchzieht : ideal also zum Vorbereiten.
Im Kühlschrank hält sich der Salat in einem gut verschlossenen Behälter 2–3 Tage problemlos.
Für extra Frische kannst du die zweite Hälfte der Frühlingszwiebeln und den Sesam erst kurz vor dem Servieren hinzufügen.
Wenn die Karotten sehr dick sind, hilft besonders feines Hobeln, damit sie schneller weich werden.
Fazit
Dieser Karottensalat ist ein perfektes Beispiel dafür, wie einfach gesunde Küche im Alltag sein kann. Mit wenigen Zutaten entsteht ein frischer, aromatischer Salat, der sich ideal als Beilage eignet und gleichzeitig perfekt fürs Meal Prep ist. Durch das Durchziehen wird er von Stunde zu Stunde besser, lässt sich super mitnehmen und hilft dabei, Karotten sinnvoll zu verwerten, bevor sie im Kühlschrank vergessen werden.
Ein unkompliziertes Rezept, das zeigt: Man braucht keine lange Zutatenliste, um etwas richtig Leckeres und Praktisches auf den Tisch zu bringen.




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