Omas Anisplätzchen mit Füßchen

Anisplätzchen gehören für mich schon ewig zur Weihnachtszeit. Als Kind war ich immer neugierig, wenn der würzige Duft durch die Küche zog. Ich weiß noch, wie ich am liebsten schon von den kleinen Teigtupfen genascht hätte – aber erst mussten sie lange trocknen. Das Warten gehörte einfach dazu.
Heute backe ich diese Anisplätzchen wieder und denke dabei an die gemütlichen Weihnachtsvorbereitungen von damals. Sie sind ein echter Klassiker: außen fein gebacken, mit einem angenehmen Anisgeschmack und dem typischen kleinen Füßchen.
Häufig gestellte Fragen zu Anisplätzchen!
Warum müssen Anisplätzchen so lange trocknen?
Beim Trocknen bildet sich eine feste Oberfläche. Diese Ruhezeit ist wichtig, damit sich beim Backen das typische Füßchen entwickeln kann. Die Plätzchen sollten ungefähr 12 Stunden bei Raumtemperatur trocknen.
Woran erkenne ich, dass die Plätzchen trocken genug sind?
Die Oberfläche sollte trocken sein und nicht mehr an den Fingern kleben. Je nach Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit kann die Trocknungszeit etwas variieren.
Warum bekommen meine Anisplätzchen kein Füßchen?
Häufig waren die Plätzchen vor dem Backen noch nicht lange genug getrocknet. Auch eine nicht ausreichend aufgeschlagene Masse oder eine abweichende Ofentemperatur können das Ergebnis beeinflussen. Lass die Oberfläche vollständig trocknen und heize den Backofen gut vor.
Kann ich Backpapier verwenden?
Das Rezept ist für gefettete und bemehlte Backbleche gedacht. Mit Backpapier kann sich das Backergebnis verändern. Wenn du es ausprobieren möchtest, teste zunächst eine kleine Menge.
Kann ich die Plätzchen am Vortag vorbereiten?
Ja, das passt sogar gut: Die aufgespritzten Plätzchen müssen ohnehin etwa 12 Stunden trocknen. Du kannst sie am Vorabend vorbereiten und am nächsten Tag backen.
Wie bewahre ich Anisplätzchen auf?
Lass die Plätzchen vollständig auskühlen und bewahre sie anschließend in einer gut schließenden Keksdose an einem trockenen Ort auf.
Darauf solltest du bei Anisplätzchen besonders achten!
Die Vorbereitung der Bleche ist wichtig: Bestreiche die Bleche dünn mit Butter und bestäube sie gleichmäßig mit Mehl. Klopfe überschüssiges Mehl ab. Die Plätzchen werden direkt auf das vorbereitete Blech gespritzt.
Schlage die Masse lange genug auf: Nachdem Mehl und Backpulver dazugekommen sind, wird der Teig mindestens 10 Minuten weitergeschlagen. Er sollte dick, glänzend und honigartig vom Schneebesen fließen.
Lass die Plätzchen vollständig trocknen: Plane etwa 12 Stunden bei Raumtemperatur ein. Die Oberfläche muss trocken sein, bevor die Bleche in den Ofen kommen. Diese Zeit sollte nicht verkürzt werden.
Lass die Plätzchen auf dem Blech abkühlen: Direkt nach dem Backen sind sie empfindlich. Erst vollständig ausgekühlt lassen sie sich vorsichtig vom Blech lösen.

Omas Anisplätzchen mit Füßchen
Zutaten:
Arbeitszeit: 25 Minuten-Trocknen: 12 Stunden-Backzeit: Ca. 20 Min. -Menge: 40 Stück
3 Eier
220 gr. Puderzucker ( gesiebt)
250 gr. Mehl ( 405)
1/2 Teel. Backpulver
2 gehäufte Teel. Anispulver
Etwas Butter fürs Blech
Mehl fürs Blech
Zubereitung/ Anleitung
So wird es gemacht!
Als erstes die Bleche vorbereiten. ( Ca. 2 Bleche.)
Das Blech mit wenig Butter einstreichen und mit Mehl bestäuben. Überschüssiges Mehl vom Blech entfernen.
Das Ei in eine Schüssel geben, kurz aufschlagen und dann das Anispulver und den Puderzucker nach und nach dazugeben.
3 Minuten aufschlagen.
nach den 3 Minuten das Mehl und das Backpulver, nach und nach dazugeben und dann gute 10 Minuten, wenn nicht sogar länger aufschlagen.
Die Masse muss jetzt Honigmäßig vom Schneebesen fließen.
Die Masse in einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle füllen.
Mit dem Spritzbeutel kleine Tupfer auf das Blech spritzen. Etwas Abstand lassen.
Dann für 12 Stunden ( beim Raumtemperatur) trocknen lassen!
Nach dem trocknen, den Ofen auf 170 Grad O/U Hitze vorheizen und die Plätzchen 20 Minuten backen lassen.
Nach dem backen auf dem Blech auskühlen lassen und dann erst vom Blech nehmen.

Tipps und Alternativen
Siebe den Puderzucker, damit er sich leichter und gleichmäßiger einarbeiten lässt.
Plane genug Platz zwischen den Tupfen ein.
Die Backzeit kann je nach Ofen etwas abweichen. Behalte die Plätzchen gegen Ende der Backzeit im Auge.
Wenn du den Anisgeschmack milder magst, kannst du etwas weniger Anispulver verwenden.
Für eine andere Optik kannst du vor dem Trocknen wenige Anissamen auf die Tupfen geben. Das verändert allerdings den Biss und ist eine Abwandlung des Grundrezepts.
Fazit
Anisplätzchen sind für mich ein Stück Kindheit und gehören seit jeher zur Weihnachtsbäckerei. Die Zutaten sind einfach, doch die lange Trocknungszeit braucht etwas Planung. Wenn du die Bleche sorgfältig vorbereitest, die Masse lange genug aufschlägst und den Plätzchen ihre Ruhezeit gönnst, werden sie zu einem feinen Klassiker für die Adventszeit. Viel Spaß beim Nachbacken!
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