Tomatenreis mit Tzaziki und Calamari
- Alexandra Seidel
- vor 5 Stunden
- 3 Min. Lesezeit

Manchmal schlummern Zutaten viel zu lange im Gefrierfach, so wie diese Kalamaris. Ehrlich gesagt lagen sie dort schon eine ganze Weile, weil ich nie so richtig wusste, wie ich sie zubereiten soll. Klassisch mit Pommes? Darauf hatte ich diesmal keine Lust. Ich wollte etwas, das genauso unkompliziert ist, aber trotzdem ein bisschen frischer und aromatischer daherkommt.
Also habe ich kurzerhand meinen bewährten Tomatenreis aus dem Vorratsschrank gezaubert, ein echtes Wohlfühlgericht, das mit wenigen Zutaten auskommt und trotzdem unglaublich viel Geschmack mitbringt. Dazu ein selbstgemachtes, cremiges Tzatziki und die knusprig ausgebackenen Kalamari. Eigentlich keine revolutionäre Kombination, aber genau das macht sie so gut: einfache Komponenten, die perfekt miteinander harmonieren.
Der würzige, leicht fruchtige Tomatenreis bringt Wärme und Tiefe auf den Teller, das Tzatziki sorgt für Frische und Cremigkeit und die Kalamari liefern die herzhafte Note mit leichtem Crunch. Manchmal braucht es gar keine ausgefallenen Experimente – sondern nur die richtige Idee, um vergessene Vorräte in ein rundum stimmiges Gericht zu verwandeln.
Und was soll ich sagen: Es hat wunderbar zusammengepasst. Mein Tomatenreis ist ohnehin ein Favorit, aber in dieser Kombination bekommt er nochmal eine ganz neue Bühne. Genau dafür liebe ich diese Aufbrauch-Challenge, sie zeigt, wie viel Potenzial in den Zutaten steckt, die wir längst zu kennen glauben.
Tzatziki (für ca. 2–4 Personen)
Zutaten:
300 g griechischer Joghurt
2 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer
Italienische Kräuter (nach Geschmack)
2 EL Olivenöl
Optional – klassisch:
½–1 Gurke, gerieben und gut ausgedrückt
1 Spritzer Zitronensaft
Tomatenreis mit Kalamari (für ca. 4 Personen)
Zutaten:
200 g Landkornreis (gründlich waschen)
Etwas Öl zum Anbraten
1 Zwiebel, fein gewürfelt
2 EL Tomatenmark
400 ml passierte Tomaten(alternativ: übrig gebliebene Pizzasauce)
500–700 ml Gemüsebrühe(je nach Reissorte und Flüssigkeitsaufnahme)
Kalamari (Menge nach Belieben)
Optional: 1–2 EL Ajvar für mehr Würze
Zubereitung
Tzatziki vorbereiten
Knoblauch schälen und pressen.
Optional die Gurke entkernen, grob reiben und gründlich ausdrücken (wichtig, damit das Tzatziki nicht wässrig wird).
Joghurt, Knoblauch, Gurke, Olivenöl und Gewürze in eine Schüssel geben.
Alles gut verrühren und abschmecken.
Abgedeckt mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen, damit sich die Aromen voll entfalten.
Tomatenreis kochen
Zwiebel schälen, fein würfeln und in etwas Öl glasig anbraten.
Den Reis sehr gründlich waschen, bis das Wasser klar ist.
Reis zu den Zwiebeln geben und kurz mit anrösten.
Tomatenmark hinzufügen und unter Rühren anschwitzen.
Mit passierten Tomaten und Gemüsebrühe aufgießen.
Optional Ajvar unterrühren.
Bei niedriger bis mittlerer Hitze ca. 30–35 Minuten leicht köcheln lassen, bis der Reis weich ist.
Zwischendurch umrühren und bei Bedarf etwas Flüssigkeit nachgießen.
Kalamari zubereiten
In der Pfanne mit etwas Öl knusprig ausbacken oder
Im Ofen nach Packungsanleitung zubereiten
Anschließend alles gemeinsam anrichten und servieren.

Alternative Varianten
Low-Carb-Variante: Reis durch Blumenkohlreis ersetzen.
Vegetarisch: Kalamari weglassen und stattdessen gebratene Aubergine oder Halloumi servieren.
Mediterraner Touch: Schwarze Oliven und etwas Feta über den Reis bröseln.
Schärfe: Mit Chiliflocken oder etwas Harissa würzen.
Tipps für ein besonders gutes Ergebnis
Reis wirklich gründlich waschen – das sorgt für bessere Konsistenz.
Gurke immer ausdrücken, sonst verwässert das Tzatziki.
Den Tomatenreis am Ende nochmal kräftig abschmecken – Tomaten brauchen meist etwas mehr Salz.
Wenn du Zeit hast, Tzatziki sogar über Nacht ziehen lassen.
Für extra Aroma: Einen Schuss gutes Olivenöl über das fertige Gericht geben.
Fazit
Dieses Gericht zeigt, dass einfache Vorratszutaten absolut ausreichen, um ein harmonisches, vollwertiges Essen auf den Tisch zu bringen. Der würzige Tomatenreis bildet die aromatische Basis, das cremige Tzatziki sorgt für Frische und Ausgleich, und die knusprigen Kalamari liefern die herzhafte Komponente.
Keine komplizierte Küche, keine ausgefallenen Techniken – sondern ehrliche, gut kombinierte Zutaten, die zusammen einfach funktionieren. Genau das macht dieses Gericht zu einem echten Alltagsfavoriten.




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