Kirsch-Schoko Kuchen mit Baiser
- Alexandra Seidel
- 15. Jan.
- 4 Min. Lesezeit

Dieses Jahr habe ich mir etwas vorgenommen: Ich möchte wieder mehr backen. Nicht nur zur Plätzchenzeit, sondern auch zwischendurch – ganz normale Kuchen, so wie früher. Irgendwie hatte ich plötzlich wieder richtig Lust darauf. Lust auf Rührteig, auf den Duft aus dem Ofen und darauf, euch wieder öfter Backvideos zu zeigen.
Tatsächlich ist es schon eine ganze Weile her, dass ich das letzte Mal eine Torte gebacken habe – bestimmt zwei Jahre. Umso schöner war es, jetzt endlich einen Punkt von meiner Back-To-do-Liste abzuhaken. Schon lange stand dort ein Kirsch-Schokokuchen mit Baiser, und heute war es endlich so weit.
Ich bin ja ein großer Fan von einfachen Kuchen. Kein großes Tamtam, keine komplizierten Schritte, einfach ein guter Rührteig, ein paar Schokostreusel, saftige Kirschen und ab damit in den Ofen. Oben drauf kommt zum Schluss eine lockere Baiserschicht, die den Kuchen perfekt abrundet. Mehr braucht es eigentlich nicht.
Für mich ist dieser Kirsch-Schokokuchen mit Baiser genau das Richtige für den Sonntagskaffee: unkompliziert, richtig lecker und einfach gemütlich. Und vielleicht ist er auch der Startschuss dafür, dass es hier wieder öfter etwas Gebackenes gibt.

Hier sind die wichtigsten Punkte, auf die man bei einem Rührteig achten sollte:
Zutaten auf Zimmertemperatur: Butter, Eier und Milch sollten nicht eiskalt sein. So verbinden sich die Zutaten besser und der Teig wird gleichmäßig.
Butter und Zucker ausreichend cremig rühren: Dieser Schritt ist entscheidend für die Lockerheit. Die Masse sollte hell und fluffig sein, bevor die Eier dazukommen.
Eier einzeln unterrühren: Jedes Ei erst vollständig einarbeiten, bevor das nächste dazukommt – so gerinnt der Teig nicht.
Mehl nur kurz unterheben: Mehl (am besten gesiebt) nur so lange einarbeiten, bis es gerade verbunden ist. Zu langes Rühren macht den Kuchen fest.
Backpulver gleichmäßig verteilen: Immer mit dem Mehl mischen, damit der Teig gleichmäßig aufgeht.
Teig nicht stehen lassen: Rührteig sollte möglichst zügig gebacken werden, da das Backpulver sofort reagiert.
Backform richtig vorbereiten: Form einfetten und ggf. bemehlen oder mit Backpapier auslegen, damit sich der Kuchen gut lösen lässt.
Ofen vorheizen: Rührteig braucht direkt Hitze, um schön aufzugehen – daher den Ofen immer vorheizen.
Stäbchenprobe nicht zu früh machen: Erst gegen Ende der Backzeit prüfen, sonst fällt der Kuchen eventuell zusammen.
Rum als Flüssigkeit: Der Teig wird mit einem Schuss Rum aromatisiert. Falls er zu trocken erscheint, kann vorsichtig etwas Milch oder Sahne ergänzt werden.

Tipps zu Kirschen & anderem Obst im Rührteig:
Gefrorene Kirschen: Tiefgekühlte Kirschen vorher auftauen und gut abtropfen lassen, damit der Teig nicht zu feucht wird.
Kirschen aus dem Glas: Sehr praktisch und ganzjährig verfügbar. Auch hier gilt: gut abtropfen lassen, ggf. kurz auf Küchenpapier legen.
Frische Kirschen: Entsteinen und je nach Größe halbieren. Besonders aromatisch in der Saison.
Obst leicht mehlieren: Kirschen oder anderes Obst vor dem Unterheben leicht mit Mehl bestäuben – so sinken sie im Teig weniger ab.
Menge im Blick behalten: Zu viel Obst macht den Kuchen schnell klitschig. Lieber gleichmäßig verteilen statt zu dicht schichten.
Auch anderes Obst möglich: Der Teig eignet sich ebenso für:
Sauerkirschen oder Beeren
Aprikosen oder Pfirsiche (in Spalten)
Birnen oder Äpfel (dünn geschnitten)
Zwetschgen oder Pflaumen
Sehr saftiges Obst anpassen: Bei sehr wasserreichem Obst ggf. etwas weniger verwenden oder die Backzeit leicht verlängern.

Zutaten (26 cm Springform)
Für den Rührteig:
500 g Kirschen
160 g weiche Butter
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
2 ganze Eier
2 Eigelbe
250 g Weizenmehl
2 TL Backpulver
2 EL Rum
50 g Schokoraspeln
50 g gemahlene Mandeln
Für die Baisermasse:
2 Eiweiß (von den getrennten Eiern)
ca. 110 g Zucker
Zubereitung
Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
26-cm-Springform mit Backpapier auslegen (Boden), Rand ggf. einfetten.
Weiche Butter cremig aufschlagen.
Zucker, Vanillezucker und Salz zugeben und schaumig rühren.
2 ganze Eier und 2 Eigelbe nach und nach unterrühren.
Mehl, Backpulver und gemahlene Mandeln vermischen.
Mehlmischung abwechselnd mit dem Rum zum Teig geben.
So lange rühren, bis ein glatter Rührteig entsteht.
Teig in die Springform füllen und glatt streichen.
Kirschen gleichmäßig auf dem Teig verteilen.
Kuchen ca. 30 Minuten backen.
Eiweiß steif schlagen.
Prise Salz zugeben.
Zucker langsam einrieseln lassen.
Baisermasse ca. 5 Minuten weiterschlagen, bis sie sehr steif, glänzend und spritzfähig ist.
Baisermasse auf dem noch heißen Kuchen verteilen.
Kuchen weitere ca. 15 Minuten bei 180 °C Ober-/Unterhitze backen.
Backen, bis das Baiser leicht goldbraun ist.
Kuchen aus dem Ofen nehmen.
Vollständig auskühlen lassen.
Aus der Form lösen und genießen.

Alternativen & Variationen
Anderes Obst: Statt Kirschen eignen sich auch Beeren, Aprikosen, Pfirsiche, Birnen, Äpfel, Zwetschgen oder Pflaumen. Sehr saftiges Obst gut abtropfen lassen oder etwas sparsamer verwenden.
Ohne Alkohol: Der Rum kann problemlos weggelassen oder durch Milch, Sahne oder Orangensaft ersetzt werden.
Nuss-Variation: Gemahlene Mandeln lassen sich durch Haselnüsse oder gemahlene Walnüsse austauschen.
Schokolade anpassen: Statt Schokoraspeln funktionieren auch Zartbitter-, Vollmilch- oder weiße Schokolade – je nach Geschmack.
Extra knuspriges Baiser: Wer das Baiser außen knuspriger mag, kann die letzten Minuten die Ofentür einen Spalt öffnen oder die Temperatur leicht reduzieren und etwas länger backen.
Glutenfreie Variante: Mit einer glutenfreien Mehlmischung für Rührteige möglich; ggf. etwas mehr Flüssigkeit einarbeiten.
Fazit
Dieser Kirsch-Schokokuchen mit Baiser ist ein unkomplizierter Klassiker, der ohne viel Aufwand richtig viel hergibt. Ein einfacher Rührteig, saftiges Obst, ein Hauch Schokolade und eine luftige Baiserschicht – mehr braucht es nicht für einen gelungenen Kuchen. Perfekt für den Sonntagskaffee, für Gäste oder einfach, wenn man wieder Lust aufs Backen hat. Und genau dafür ist dieses Rezept gemacht: einfach, wandelbar und absolut alltagstauglich.




Kommentare