Ruck Zuck Dinkelvollkornbrot
- Alexandra Seidel
- vor 5 Stunden
- 4 Min. Lesezeit

In letzter Zeit backe ich wieder richtig viel Brot selbst und ehrlich gesagt frage ich mich, warum ich das nicht schon viel früher konsequent gemacht habe.
Mein Ziel ist es nämlich, komplett darauf zu verzichten, Brot zu kaufen. Denn wenn man einmal drin ist, merkt man schnell: Es ist wirklich überhaupt nicht schwer, sein eigenes Brot zu backen.
Ich habe mir dafür ein Rezept geschnappt, das ich schon länger auf meinem Blog habe, mein schnelles Dinkelbrot ohne Gehzeit. Diesmal habe ich aber ein bisschen experimentiert und die Mehlsorte ausgetauscht. Inspiriert wurde ich durch ein anderes Rezept, in dem Dinkelvollkornmehl verwendet wurde. Also habe ich es einfach ausprobiert… und was soll ich sagen: Es funktioniert genauso gut!
Das Brot wird super lecker, schön saftig und hat nochmal einen ganz anderen, kräftigeren Geschmack.
Gebacken habe ich das Ganze in meiner Lilly, das ist dieser Ofenmeister von Pampered Chef. Darin werden die Brote einfach immer richtig gut, schön locker innen und mit einer tollen Kruste außen. Ich kann es wirklich nur empfehlen!
Warum ich selbstgebackenes Brot so liebe:
Du weißt genau, was drin ist – keine unnötigen Zusatzstoffe oder versteckter Zucker
Individuell anpassbar – ob Mehl, Körner oder Gewürze, du kannst alles nach deinem Geschmack variieren
Frischer geht’s nicht – der Duft von frisch gebackenem Brot ist einfach unschlagbar
Oft günstiger als gekauftes Brot, vor allem bei hochwertigen Zutaten
Sättigender und nährstoffreicher, besonders mit Vollkornmehl
Einfach und schnell gemacht, vor allem bei Rezepten ohne Gehzeit
Macht ein gutes Gefühl, weil man etwas selbst geschaffen hat

Warum diese Zutaten so genial sind:
Ich liebe dieses Brot nicht nur, weil es schnell geht, sondern auch wegen der Zutaten – die haben nämlich richtig was zu bieten:
Dinkelvollkornmehl: Dinkelvollkornmehl ist viel nährstoffreicher als helles Mehl, weil noch das ganze Korn enthalten ist. Es liefert viele Ballaststoffe, hält lange satt und hat diesen leicht nussigen Geschmack, den ich total liebe. Außerdem macht es das Brot schön saftig.
Geschrotete Leinsamen: Leinsamen sind echte kleine Powerpakete. Sie binden viel Flüssigkeit im Teig, wodurch das Brot besonders locker und saftig wird. Gleichzeitig liefern sie Ballaststoffe und gesunde Fettsäuren, die gut für die Verdauung sind.
Sonnenblumenkerne: Die dürfen bei mir im Brot einfach nicht fehlen! Sie sorgen für den perfekten Biss und bringen gesunde Fette, Vitamine und Mineralstoffe mit. Geschmacklich geben sie dem Brot nochmal eine richtig schöne, nussige Note.
Warum Apfelessig in den Teig kommt: Auch mit Hefe hat der Apfelessig seinen Sinn: Er unterstützt die Teigstruktur und kann das Brot etwas lockerer machen. Außerdem sorgt er für ein leicht säuerliches Milieu, das die Aktivität unerwünschter Bakterien hemmt und dem Brot geschmacklich mehr Tiefe gibt – ganz dezent, man schmeckt ihn später nicht direkt heraus. Gerade bei schnellen Broten ohne lange Gehzeit kann das ein kleiner, aber feiner Unterschied sein.
Zutaten
25 g frische Hefe
400 ml lauwarmes Wasser (ca. 37–38 °C)
500 g Dinkelvollkornmehl
30 g geschrotete Leinsamen
50 g Sonnenblumenkerne (plus etwas mehr zum Bestreuen)
1 EL Salz
2 EL Apfelessig
1 TL Honig

Zubereitung
Hefe in das lauwarme Wasser (ca. 37–38 °C) bröseln und etwa 5 Minuten stehen lassen
Dinkelvollkornmehl, geschrotete Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Salz, Honig und Apfelessig in eine große Schüssel geben
Alles kurz vermischen
Hefewasser nach und nach dazugeben und alles gut verrühren, bis ein gleichmäßiger, klebriger Teig entsteht
Eine Brotbackform oder Kastenform einfetten oder mit Backpapier auslegen
Optional: Form mit Sonnenblumenkernen ausstreuen
Teig in die Form geben und glatt streichen
Nach Belieben oben mit Sonnenblumenkernen bestreuen
Deckel aufsetzen (falls vorhanden)
Backen
Brot in den kalten Ofen stellen
Ofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze einstellen
Ca. 60 Minuten backen
Fertigstellen
Brot kurz auskühlen lassen
Aus der Form stürzen
Anschneiden und genießen

Alternativen & Variationen
Statt Dinkelvollkornmehl kannst du auch normales Dinkelmehl (Type 630) oder eine Mischung aus beiden verwenden.
Sonnenblumenkerne lassen sich super durch Kürbiskerne, Walnüsse oder Saatenmischungen ersetzen.
Die Leinsamen kannst du auch durch Chiasamen austauschen (binden ebenfalls Flüssigkeit).
Wer keinen Honig verwenden möchte, kann ihn einfach weglassen oder durch etwas Ahornsirup oder Agavendicksaft ersetzen.
Für mehr Geschmack kannst du zusätzlich Brotgewürz, Kümmel oder Kräuter in den Teig geben.
Funktioniert auch ohne Deckel – dann wird die Kruste etwas kräftiger.
Tipps für das perfekte Brot
Achte darauf, dass das Wasser wirklich nur lauwarm ist – zu heißes Wasser kann die Hefe zerstören.
Der Teig ist gewollt sehr klebrig – nicht mehr Mehl hinzufügen, sonst wird das Brot trocken.
Wenn du eine besonders schöne Kruste möchtest, kannst du das Brot die letzten .Minuten ohne Deckel backen.
Lass das Brot nach dem Backen kurz auskühlen, damit es sich besser schneiden lässt.
Am besten in ein Tuch gewickelt lagern – so bleibt es länger frisch.
Du kannst das Brot auch super in Scheiben einfrieren.
Fazit
Dieses Ruckzuck Dinkelvollkornbrot ist für mich einfach ein echtes Alltagsrezept geworden. Schnell gemacht, ohne Gehzeit und trotzdem richtig lecker. Perfekt für alle, die frisches Brot lieben, aber keine Lust auf komplizierte Schritte haben. Und das Beste: Du weißt genau, was drin ist und kannst es jedes Mal ganz nach deinem Geschmack anpassen. Genau so soll Brotbacken sein: unkompliziert, ehrlich und richtig gut!





Kommentare