Wochenplan: Übergang vom Sommer zum Herbst
- Alexandra Seidel
- vor 1 Tag
- 8 Min. Lesezeit

Der Sommer verabschiedet sich langsam, aber für die ganz schweren Herbstgerichte ist es noch ein bisschen zu früh. Genau für diese Übergangszeit habe ich euch einen neuen Wochenplan zusammengestellt: mit spätsommerlichem Gemüse und fruchtigen Zutaten, aber auch schon mit Kürbis, Pilzen, Äpfeln und den ersten gemütlichen Ofengerichten.
Euch erwarten sieben abwechslungsreiche Hauptgerichte für die ganze Woche – von Pfirsich-Senf-Hähnchen mit Rosmarinkartoffeln über einen cremigen Kürbis-Spätzle-Auflauf bis hin zu knusprigen Kürbis-Kartoffel-Rösti. Natürlich darf auch etwas Süßes nicht fehlen: Als Bonus gibt es einen warmen Brombeer-Apfel-Crumble mit Vanille-Quark-Creme.
Alle Rezepte sind unkompliziert, familiengerecht und für etwa vier Personen berechnet. So könnt ihr den Spätsommer noch ein wenig genießen und euch gleichzeitig schon auf die gemütliche Herbstküche einstimmen.
Wochenplan:
Übergang vom Sommer zum Herbst
Montag
Pfirsich-Senf-Hähnchen mit Rosmarinkartoffeln
Saftige Pfirsiche bringen noch einmal Sommer auf den Teller. Rosmarin, Kartoffeln und die würzige Senfmarinade sorgen gleichzeitig für das erste herbstliche Gefühl.

Zutaten für Personen
800 g kleine Kartoffeln
500–600 g Hähnchenbrustfilet
2 feste, reife Pfirsiche
1 rote Zwiebel
2 EL Olivenöl
2 TL mittelscharfer Senf
1 TL Honig
1 EL Zitronensaft
1 TL getrockneter Rosmarin
1 TL Paprikapulver, edelsüß
Salz und Pfeffer
2 EL gehackte Petersilie
Zubereitung
Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Kartoffeln gründlich waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln.
Kartoffeln mit 1 EL Olivenöl, Rosmarin, Paprikapulver, Salz und Pfeffer vermengen.
Auf dem Ofenzauberer Plus oder einem großen Backblech verteilen.
Die Kartoffeln zunächst 20 Minuten vorgaren.
Währenddessen die Hähnchenbrust trocken tupfen und in größere mundgerechte Stücke schneiden.
Senf, Honig, Zitronensaft und das restliche Olivenöl zu einer Marinade verrühren.
Das Hähnchen mit der Marinade vermengen und leicht salzen und pfeffern.
Die Pfirsiche entsteinen und in Spalten schneiden.
Die rote Zwiebel schälen und ebenfalls in schmale Spalten schneiden.
Nach den ersten 20 Minuten die Kartoffeln wenden.
Hähnchen, Pfirsiche und Zwiebel zwischen den Kartoffeln verteilen.
Alles weitere 18–22 Minuten backen, bis die Kartoffeln weich und das Hähnchen vollständig durchgegart ist.
Vor dem Servieren mit gehackter Petersilie bestreuen.
Dienstag
Kürbis-Spätzle-Auflauf mit Spinat und Mozzarella
Hokkaidokürbis ist einer der ersten richtigen Herbstboten. Zusammen mit Spätzle, mildem Spinat und einer cremigen Soße entsteht ein unkompliziertes Familiengericht.

Zutaten
700 g Hokkaidokürbis
500 g frische Spätzle aus dem Kühlregal
150 g Babyspinat
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Öl
200 ml Kochsahne
200 ml Gemüsebrühe
150 g Frischkäse natur
1 TL mittelscharfer Senf
½ TL Paprikapulver, edelsüß
Salz und Pfeffer
etwas Muskat
125 g Mozzarella
30 g Kürbiskerne
Zubereitung
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Den Hokkaido gründlich waschen und halbieren.
Die Kerne und die weichen Fasern mit einem Löffel entfernen.
Das Kürbisfleisch samt Schale in kleine Würfel von etwa 1,5 cm schneiden.
Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln.
Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen.
Zwiebel, Knoblauch und Kürbis darin etwa 6–8 Minuten anbraten.
Den Babyspinat portionsweise dazugeben.
Den Spinat nur so lange mit garen, bis er zusammengefallen ist.
Kochsahne, Gemüsebrühe, Frischkäse und Senf glatt verrühren.
Die Soße mit Paprikapulver, Pfeffer, Muskat und zunächst wenig Salz abschmecken.
Spätzle, Kürbisgemüse und Soße im Ofenmeister oder einer großen Auflaufform sorgfältig vermengen.
Den Mozzarella abtropfen lassen, klein zupfen und darauf verteilen.
Die Kürbiskerne darüberstreuen.
Den Auflauf ohne Deckel 25–30 Minuten backen.
Prüfen, ob die Kürbiswürfel weich sind.
Den Auflauf vor dem Servieren etwa 5 Minuten ruhen lassen.
Mittwoch
Schupfnudel-Pilz-Pfanne mit Apfel und Thymian
Pilze und Thymian sorgen für einen herbstlichen Geschmack. Der leicht säuerliche Apfel bringt Frische hinein, sodass die Pfanne herzhaft, aber nicht zu schwer wird.

Zutaten
800 g Schupfnudeln aus dem Kühlregal
400 g braune Champignons
1 säuerlicher Apfel
1 rote Zwiebel
150 g Babyspinat
1 EL Öl
150 g Crème fraîche
100 ml Gemüsebrühe
1 TL mittelscharfer Senf
1 TL getrockneter Thymian
Salz und Pfeffer
2 EL gehackte Petersilie
optional 30 g gehackte Walnüsse
Zubereitung
Die Champignons putzen.
Je nach Größe die Pilze halbieren oder in dicke Scheiben schneiden.
Die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden.
Den Apfel vierteln und das Kerngehäuse entfernen.
Den Apfel mit Schale in dünne Spalten schneiden.
Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen.
Die Schupfnudeln bei mittlerer bis hoher Hitze etwa 6–8 Minuten goldbraun anbraten.
Die Schupfnudeln aus der Pfanne nehmen und kurz beiseitestellen.
Die Champignons in die heiße Pfanne geben und kräftig anbraten.
So lange braten, bis die austretende Flüssigkeit weitgehend verdampft ist.
Zwiebel und Apfel hinzufügen und etwa 3 Minuten mitbraten.
Der Apfel soll etwas weicher werden, aber nicht zerfallen.
Gemüsebrühe, Crème fraîche, Senf und Thymian einrühren.
Die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Alles etwa 2–3 Minuten leicht köcheln lassen.
Babyspinat und Schupfnudeln unterheben.
Die Pfanne erhitzen, bis der Spinat zusammengefallen und alles wieder heiß ist.
Mit Petersilie und nach Wunsch mit gehackten Walnüssen bestreuen.
Donnerstag
Kartoffel-Auberginen-Auflauf nach Moussaka-Art
Dieser würzige Auflauf verbindet spätsommerliche Auberginen und Tomaten mit einer gemütlichen Kartoffelschicht. Die Joghurt-Ei-Haube ist leichter als eine klassische Béchamelsoße.

Zutaten
700 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
1 große Aubergine, etwa 400 g
500 g Rinderhackfleisch
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Olivenöl
1 EL Tomatenmark
1 Dose gehackte Tomaten, 400 g
1 TL Oregano
½ TL Zimt
1 TL Paprikapulver, edelsüß
Salz und Pfeffer
250 g griechischer Joghurt
2 Eier
80 g geriebener Gouda
Zubereitung
Die Kartoffeln waschen.
In Salzwasser etwa 12–15 Minuten vorgaren.
Die Kartoffeln sollen noch deutlich fest sein und dürfen nicht vollständig weich werden.
Kartoffeln etwas abkühlen lassen, pellen und in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden.
Die Aubergine waschen und in kleine Würfel schneiden.
Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln.
Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen.
Das Hackfleisch hineingeben und krümelig anbraten.
Auberginenwürfel und Zwiebel dazugeben.
Alles etwa 6–8 Minuten weiterbraten.
Knoblauch und Tomatenmark einrühren und ungefähr 1 Minute mit rösten.
Gehackte Tomaten, Oregano, Zimt und Paprikapulver dazugeben.
Die Hackfleischsoße mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Soße offen etwa 8–10 Minuten einkochen lassen. Sie sollte nicht mehr wässrig sein.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Hälfte der Kartoffelscheiben überlappend in einer großen Auflauf verteilen.
Die Hackfleisch-Auberginen-Masse darauf verteilen.
Mit den restlichen Kartoffelscheiben abdecken.
Joghurt und Eier glatt verrühren und leicht salzen.
Die Joghurtmischung gleichmäßig über den Auflauf gießen.
Den geriebenen Gouda darüberstreuen.
Den Auflauf 30–35 Minuten backen.
Vor dem Anschneiden etwa 10 Minuten ruhen lassen.
Freitag
Schweinefilet in Apfel-Zwiebel-Soße
Apfel, Senf und Thymian passen wunderbar zu zartem Schweinefilet. Im Ofenmeister entsteht ein herbstlich-cremiges Gericht, zu dem Spätzle, Kartoffelpüree oder frisches Brot passen.

Zutaten
600–700 g Schweinefilet
2 säuerliche Äpfel
2 Zwiebeln
1 EL Öl
200 ml Kochsahne
200 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
2 TL mittelscharfer Senf
1 TL Honig
1 TL getrockneter Thymian
1 TL Speisestärke
2 EL kaltes Wasser
Salz und Pfeffer
2 EL gehackte Petersilie
Zubereitung
Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Das Schweinefilet trocken tupfen.
Sichtbare Sehnen mit einem scharfen Messer entfernen.
Das Filet in etwa 3 cm dicke Medaillons schneiden.
Die Äpfel vierteln und das Kerngehäuse entfernen.
Die Äpfel in nicht zu dünne Spalten schneiden.
Die Zwiebeln schälen und ebenfalls in Spalten schneiden.
Fleisch, Äpfel und Zwiebeln im Ofenmeister verteilen.
Das Öl darübergeben und alles leicht salzen und pfeffern.
Kochsahne, Brühe, Senf, Honig und Thymian gründlich miteinander verrühren.
Die Soße über die Zutaten gießen.
Den Deckel auf den Ofenmeister setzen.
Alles zunächst 25 Minuten mit Deckel garen.
Speisestärke mit 2 EL kaltem Wasser klümpchenfrei verrühren.
Den Ofenmeister vorsichtig öffnen.
Die angerührte Speisestärke in die heiße Soße rühren.
Die Schweinemedaillons einmal wenden.
Ohne Deckel weitere 8–12 Minuten garen.
Das Fleisch sollte vollständig gegart, aber noch saftig sein.
Die Soße abschmecken und das Gericht mit Petersilie bestreuen.
Samstag
Knusprige Kürbis-Kartoffel-Rösti mit Kräuterquark
Die großen Ofenrösti werden außen goldbraun und bleiben innen saftig. Kürbis und Kartoffeln machen sie sättigend, während der Kräuterquark noch etwas sommerliche Frische mitbringt.

Zutaten
Für die Rösti
500 g festkochende Kartoffeln
400 g Hokkaidokürbis
1 kleine Zwiebel
2 Eier
60 g Mehl
40 g fein geriebener Parmesan
1 TL Salz
Pfeffer
etwas Muskat
1 EL Öl für die Backfläche
Für den Kräuterquark
500 g Magerquark
100 g Naturjoghurt
1–2 EL Zitronensaft
3 EL gehackte gemischte Kräuter
Salz und Pfeffer
Zubereitung
Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Kartoffeln schälen.
Den Hokkaido waschen, halbieren und die Kerne entfernen.
Die Schale des Hokkaidos kann mitverwendet werden.
Kartoffeln, Kürbis und Zwiebel grob raspeln.
Die Raspelmasse in ein sauberes Küchentuch geben.
Das Tuch zusammendrehen und die Flüssigkeit sehr gründlich ausdrücken.
Je trockener die Masse ist, desto knuspriger werden die Rösti.
Die ausgepressten Raspel in eine Schüssel geben.
Eier, Mehl und Parmesan hinzufügen.
Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
Alles gründlich vermengen.
Den Ofenzauberer Plus dünn mit Öl bestreichen. Bei einem normalen Blech zusätzlich Backpapier verwenden.
Aus der Masse etwa 8 flache Rösti formen.
Die Rösti nicht zu dick formen und etwas Abstand dazwischen lassen.
Etwa 18 Minuten backen.
Die Rösti anschließend vorsichtig wenden.
Weitere 12–15 Minuten backen, bis beide Seiten kräftig goldbraun sind.
Für den Dip Quark, Joghurt, Zitronensaft und Kräuter verrühren.
Den Kräuterquark mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Zusammen mit den heißen Rösti servieren.
Sonntag
Tomaten-Polenta-Auflauf mit weißen Bohnen und Feta
Reife Tomaten erinnern noch an den Sommer. Cremige Polenta und weiße Bohnen machen daraus ein warmes Wohlfühlgericht für die ersten kühleren Tage.

Zutaten
250 g Instant-Polenta
750 ml Gemüsebrühe
250 ml Milch
40 g Parmesan, fein gerieben
500 g kleine Tomaten
1 Dose weiße Bohnen, etwa 240 g Abtropfgewicht
1 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Olivenöl
1 TL Oregano
Salz und Pfeffer
150 g Feta
2 EL gehacktes Basilikum oder Petersilie
Zubereitung
Den Backofen auf 210 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Tomaten waschen und halbieren.
Die Zwiebel schälen und in feine Spalten schneiden.
Die weißen Bohnen in ein Sieb geben.
Gründlich abspülen und abtropfen lassen.
Tomaten, Zwiebel und Bohnen in einer großen Auflaufform verteilen.
Den Knoblauch schälen und fein hacken.
Knoblauch, Olivenöl, Oregano, Salz und Pfeffer zum Gemüse geben.
Alles gut vermengen.
Das Gemüse zunächst 15 Minuten im Ofen rösten.
Währenddessen Gemüsebrühe und Milch in einem Topf aufkochen.
Die Polenta unter ständigem Rühren langsam einrieseln lassen.
Nach Packungsangabe, meistens etwa 2–5 Minuten, bei kleiner Hitze quellen lassen.
Währenddessen weiterrühren, damit die Polenta nicht anbrennt.
Den Parmesan unter die fertige Polenta rühren.
Mit Pfeffer und bei Bedarf wenig Salz abschmecken.
Das geröstete Gemüse kurz durchmischen.
Die Polenta in mehreren großen Klecksen darauf verteilen. Sie muss das Gemüse nicht vollständig bedecken.
Den Feta darüber bröseln.
Den Auflauf weitere 15–20 Minuten backen.
Der Feta sollte am Ende leicht gebräunt sein.
Vor dem Servieren mit Basilikum oder Petersilie bestreuen.
Bonus
Brombeer-Apfel-Crumble mit Vanille-Quark-Creme
Brombeeren stehen für den Spätsommer, Äpfel für den beginnenden Herbst. Unter knusprigen Haferflockenstreuseln wird daraus ein warmes Dessert, das ohne schweren Kuchenteig auskommt.

Zutaten
Für die Fruchtfüllung
500 g säuerliche Äpfel
250 g Brombeeren, frisch oder tiefgekühlt
1 EL Zitronensaft
30 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 EL Speisestärke
Für die Streusel
100 g Mehl
80 g zarte Haferflocken
80 g kalte Butter
70 g brauner Zucker
½ TL Zimt
1 Prise Salz
Für die Vanille-Quark-Creme
250 g Quark
100 g Naturjoghurt
1 TL Vanillepaste oder 1 Päckchen Vanillezucker
1–2 TL Honig
Zubereitung
Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Äpfel schälen und vierteln.
Das Kerngehäuse entfernen und die Äpfel in kleine Würfel schneiden.
Die Apfelwürfel mit Brombeeren, Zitronensaft, Zucker, Vanillezucker und Speisestärke vermengen.
Die Fruchtmischung in einer kleinen Auflaufform oder in der Lily verteilen.
Mehl, Haferflocken, braunen Zucker, Zimt und Salz in einer Schüssel mischen.
Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und dazugeben.
Alles mit den Fingerspitzen zügig zu groben Streuseln verarbeiten.
Nicht zu lange kneten, damit die Butter kalt bleibt.
Die Streusel locker über den Früchten verteilen.
Die Streusel nicht festdrücken.
Den Crumble 30–35 Minuten backen.
Er ist fertig, wenn die Streusel goldbraun sind und der Fruchtsaft am Rand leicht blubbert.
Für die Creme Quark, Joghurt, Vanille und Honig glatt rühren.
Den Crumble etwa 10 Minuten abkühlen lassen.
Noch warm mit der kalten Vanille-Quark-Creme servieren.




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